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Padmasambhava, die acht Erscheinungsformen, die fünf Buddhas, Retreat und Erklärungen

1. - 7. Januar 2007, Seebenstein (Niederösterreich)

Zum Thema:
Padmasambhava brachte als erster die indischen buddhistischen Tantras in großem Umfang nach Tibet, er kann als Begründer des tibetischen Buddhismus angesehen werden. Er bezähmte die häufig dämonischen lokalen Wesenheiten und wandelte sie in Schützer der buddhistischen Lehren um, er integrierte zahlreiche magische und schamanische Methoden in den tantrischen Buddhismus.

Mehr über Padmasambhava und seine Lehren (auf ratna.info)

Das Padmasambhava Guru Yoga ist das beste Einstiegstor in die generelle Praxis der Nyingma-Tradition, es kann aber auch zu sehr tiefen Erkenntnissen und bislang unbekannten Fähigkeiten führen, wenn gar nicht die Absicht besteht, eine ganze Vajrayana-Tradition zu verarbeiten. Es bereitet auf die erfolgreiche Kommunikation mit dem äußeren Guru vor, es erweckt aber auch den inneren Guru, die intuitive Erkenntnis des individuell richtigen Vorgehens auf dem Pfad. Letztlich erfüllt es die innersten und geheimsten Wünsche, soweit diese mit dem Dharma in Einklang zu bringen sind, und vermittelt höhere Bewusstseinskräfte.



Padmasambhava hat eine Haupterscheinungsform, deren Praxis im ganzen Ursprungsraum des Vajrayana weit verbreitet und bekannt ist. Er erscheint aber auch in acht Formen, welche für verschiedene Aspekte der Lehren speziell zuständig sind, die miteinander das ganze gewaltige Spektrum der Lehren des indo-tibetischen Tantra abdecken: Hinayana, Mahayana, äußeres und inneres Tantra, Dzogchen, Schamanismus, magische Anwendungen, Tsa Lung Thigle Lehren (Kanäle, Chakras, Energien, Essenzen) und Karmamudra (Praxis der sexuellen Vereinigung). Inhalt und Funktion dieser Formen werden im Lauf des Seminars besprochen. Das Bild oben zeigt die Hauptform von Padmasambhava, die beiden Gefährtinnen und die acht Erscheinungsformen. Ebenso die vielschichtig-symbolische Biografie von Padmasambhava behandelt, die auch als Handlungsanweisung für heutige Yoginis und Yogis gelesen werden kann, alle Umstände von Zeit und Ort in Stützen der tantrischen Praxis zu transformieren. Diese Transformation, welche die Nutzung der sogenannten Geistesgifte wie Hass und Gier als Stützen des Pfades beinhaltet, ist das Hauptthema der Vidyadhara(Wissenshalter)-Tradition, der nicht-zölibatären Linie des tantrischen Dharma. Padmasambhava erscheint auch in Form der fünf Meditationsbuddhas, das Mandala dieser Buddhas mit seinen symbolischen Bezügen und praktischen Anwendungen wird ebenfalls behandelt. Zum Abschluss wird ein Überblick über die Praxis der drei Stufen des inneren Tantra, Mahayoga, Anuyoga und Atiyoga gegeben. Es sind mindestens drei Stunden täglich für Belehrungen vorgesehen.
Die Erklärungen beziehen sich nicht auf die Spezialitäten einer der vielen Nyingma-Traditionen, sondern sind traditionsübergreifend. Ich selbst habe meine Vajrayana-Praxis 1982 mit dem Padmasambhava-Guru Yoga begonnen und habe seither Padmasambhava-Einweihungen, Textermächtigungen und mündliche Instruktionen von etlichen Meistern erhalten:
Chetsang Rinpoche, Ontul Rinpoche, Ayang Rinpoche (Drikung Kagyu)
Khenpo Chögah R., Kenchen Pema Tsewang (Nyingma, Longchen Nying Thig)
Chhimed Rigdzin Rinpoche (Nyingma, mein Haupt- und Wurzellama, Nördliche Schätze, Khordong)
Gangteng Tulku Rinpoche (Nyingma, Schätze von Pema Lingpa)
Ich mache diese Aufzählung nur um zu illustrieren, dass ich es nicht für sinnvoll halte, mich auf eine Tradition zu beschränken, meine eigenen Kenntnisse haben sich über viele Jahre zum derzeitigen Stand aus verschiedenen Quellen zusammen gesetzt. (Und Padmasambhava, von dem alle diese Übertragungslinien ausgehen, gibt es schließlich nur einen ...)

Die Praxis:
Wir üben mehrmals am Tag je eine Stunde eine einfache Form des auf die Hauptform bezogenen Padmasambhava-Guru-Yoga und einmal am Tag einen etwas längeren Text (NICHT die "Große Rigdzin" des Khordong-Sangha). Die gesamte tägliche Praxiszeit beträgt mindestens acht Stunden.

Zum Retreatort:
Das Retreathaus in Seebenstein liegt außerhalb des Ortes inmitten einer parkartigen, abgezäunten Anlage. Die Unterbringung erfolgt in einfachen Mehrbettzimmern (Männer und Frauen getrennt), für Paare gibt es einige Doppelzimmer. Die Verpflegung erfolgt im Haus, der Retreatort sollte nur in Notfällen verlassen werden, Einkauf ist nicht erforderlich. Das Haus ist gut beheizt, die Zimmer sind mit Bettwäsche ausgestattet, es gibt ausreichend Duschen und WCs. Das Essen ist wahlweise vegetarisch oder nicht-vegetarisch und wird von einer professionellen Köchin zubereitet. Es herrscht im ganzen Haus striktes Rauchverbot, Rauchen ist nur an einem bestimmten Platz im Freien erlaubt.



Voraussetzungen für die Teilnahme:
  • Es ist günstig, eine Padmasambhava Einweihung aus einer beliebigen Überlieferungslinie zu haben, aber für dieses Retreat nicht unbedingt erforderlich. Einweihungen für Padmasmabhava werden üblicherweise mehrmals im Jahr im deutschsprachigem Raum angeboten, wer noch keine Einweihung hat, sollte eine dieser Gelegenheiten wahrnehmen (Termine werden bekannt gegeben). Wer schon eine oder mehrere Padmasambhava Einweihungen absolviert hat, möge das bei der Anmeldung bekannt geben (Jahr, Name des Lama).
  • Einmal am Tag findet eine Tsog Puja statt, da diese Puja zum inneren Tantra gehört, wird dabei Alkohol ausgeschenkt und Fleisch bzw. Wurst gegessen. Wer aus welchen Gründen auch immer ablehnt, Alkohol in kleiner Menge (etwa ein Glas Wein) zu trinken oder Fleisch zu essen, kann nicht am Retreat teilnehmen.
  • Leute aus Wien und Umgebung, die ich noch nicht kenne, sollten sich entweder ein Mal bei den Donnerstagtreffen der Gruppe einfinden oder ein Einzelgespräch mit mir führen, Teilnehmerinnen, die weit weg von Wien wohnen, und die ich noch nicht kenne, sollten sich per E-Mail oder Telefon kurz vorstellen (bisherige Erfahrungen mit Yoga, Meditation, Tantra, Vajrayana). AnfängerInnen sind willkommen, aber ich will vorher ein wenig über die mir noch unbekannten TeilnehmerInnen erfahren.
  • Der Zeitplan der Übungen ist ziemlich dicht, dazwischen werden alle notwendigen Tätigkeiten wie Tsog vorbereiten und so weiter gleichmäßig auf die Teilnehmerinnen aufgeteilt. Wer schon mal bei unseren Retreats mitgemacht hat, weiß, dass trotz aller Aktivitäten eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre herrscht, es gibt zwischendurch auch Pausen und Erholungszeiten, aber eben begrenzt. Die Bereitschaft zur Mitarbeit und zum Mitmachen bei allen Übungen ist Voraussetzung der Teilnahme am Retreat.

Zeit:
Das Retreat beginnt am Montag 1. Januar um 15.00 in Seebenstein. Je nach den zur Verfügung stehenden Fahrezeugen wird es Mitfahrgelegenheiten von Wien aus geben. Seebenstein ist per Bahn zu erreichen (Fahrzeit von Wien eine Stunde).
Das Retreat endet am Sonntag 7. Januar um 15.00
Es ist nicht möglich, nur einen Teil der Zeit am Retreat teilzunehmen.

Zu den Kosten:
Der Kostenbeitrag für das Retreat enthält Seminarbeitrag, Unterbringung und Verpflegung.

Kostenbeitrag 450,-, mit einer Anzahlung von 150,- wird die Anmeldung gültig


E-Mail und Telefon für Anmeldung

Zahlungszweck: Padmasambhava-Retreat, Kontoverbindung, Storno, Haftungsausschluss

Aus Gründen spontaner Konstellationen der Retreatteilnehmerinnen kann kein exakter Plan der Inhalte und Übungen garantiert werden, Programmänderungen vorbehalten.

Es können MAXIMAL 15 PERSONEN teilnehmen, möglichst baldige Anmeldung ist unbedingt erforderlich!

Mitzunehmen:
Bequeme, nicht einengende Kleidung zum Meditieren, Ritualutensilien (wenn vorhanden Vajra, Glocke, Damaru, erforderlich ist nur eine Mala), Praxistexte, Schreibzeug, Medikamente, warme Outdoor-Kleidung (für Spaziergang im Park in den Pausen, Praxis im Freien ist nicht vorgesehen).

Bei der Anmeldung bitte bekannt geben:
  • Name, Tel. Nr., Mailadresse
  • Angaben zu Padmasambhava Einweihung
  • Wenn erstmalig bei einem Retreat der Nyingma Gruppe: Bisherige Erfahrung im Vajrayana bzw. generell in spiritueller Praxis
  • Art und Datum der Bezahlung/Anzahlung: Konto oder bar (nur in Wien)
  • Angabe: Komme mit eigenem Auto ja/nein
Wer Fragen zum Retreat hat - speziell Leute, die noch nie an einem Retreat von uns teilgenommen haben - möge sich telefonisch oder per Mail an mich wenden, Kontakt.

Die Erfahrung eines intensiven Gruppen-Retreats mit mehrstündiger täglicher Praxis ist sehr wertvoll und führt häufig auch nach dem Retreat zu einem konsequenteren und motivierteren Vorgehen auf dem edlen Pfad des Vajrayana, als es vorher der Fall war.

Bilder vom Retreatort:







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