Bildwelten und Schulen des tantrischen Buddhismus, 11. - 12. Oktober 2008
Zielgruppen:
- Für allgemein am tantrischen/tibetischen Buddhismus Interessierte, die einen Leitfaden durch die Ikonografie der hunderten Gottheiten erhalten wollen.
- Für Praktizierende aller Stufen und Schulen, die grundlegende ikonografische Informationen erhalten möchten, sowie ein Verständnis der vielen Schulen und Lehrsysteme.
- Für Händler und Sammler tantrisch-buddhistischer Kunst (Das Seminar wird nicht auf Datierungs- und Bewertungsfragen eingehen, wohl aber auf inhaltliche Qualitätsmerkmale).
- Für Reisende, welche buddhistische Klöster und Praxisstätten im Himalayaraum aufsuchen wollen: Tibet, Nepal, Bhutan, Sikhim, Ladakh sowie neue tibetische Exil-Klöster in Indien.
- Studentinnen der Indologie, Tibetologie, Kunstgeschichte, vergleichenden Religionswissenschaft.
Quellen:
Die Quellenlage bezüglich der tibetischen Ikonografie war lange Zeit (in westlichen Sprachen) sehr dürftig, typische Kunstbände waren oft rein deskriptiv,
also wohl mit Aufzählungen von Gottheiten und ikonografischen Attributen versehen, aber ohne Erklärung des tieferen SINNS all dieser Figuren. Die von zeitgenössischen tibetischen Meistern stammende Literatur bezieht sich größtenteils nur auf die einfachsten und bekanntesten Formen wie die Buddhas und Bodhisattvas, typische Tempel sind aber häufig innen mit Fresken bemalt, welche eine große Schar komplexer Wesen mit vielen Armen und Gesichtern zeigen. Mittlerweile hat sich die Quellenlage etwas verbessert, aber ein wirklich umfassendes Werk zur Ikonografie, welches die wesentlichen Figuren aller Schulen beschreibt und erklärt, ist nach wie vor nicht existent. Meine eigenen Kenntnisse beruhen auf Quellen, die ich seit vielen Jahren sammle, auf Praxisunterweisungen und eigener Praxis sowie auf Reisen nach Indien und Nepal, die zum Teil ikonografischen Studien gewidmet waren.

Zufluchtsbaum der Chöd-Linie mit der tibetischen Meisterin Machig Labdrön in der Mitte
Inhalte:
- Bilder und Symbole des Sutra-Buddhismus.
- Adibuddhas, Mandala der fünf Buddhas, transzendente Bodhisattvas, Gottheiten der äußeren Tantras.
- Historische Persönlichkeiten, Mönche, Gelehrte, die Mahasiddhas, Schulgründer und Lamas.
- Symbole und Handattribute.
- Persönliche Meditationsgottheiten (Yidam), tantrische Lehrzyklen der alten und neuen Schulen, innere Tantras.
- Dakinis (weibliche Meditationsgottheiten)
- Lehrbeschützer (Dharmapalas), Reichtumsgottheiten, elementare und astrale Wesenheiten.
- Mandalas und Zufluchtsbäume als optische Präsentationen von Lehrzyklen und Überlieferungslinien.
- Schulen des tantrischen Buddhismus, Schulzuordnung von Bildern und Statuen (inklusive der nicht-buddhistischen Bon-Po Ikonografie).
- Fertigungstechniken, Stilfragen, Qualitätskriterien.
Zeiten und Organisation
Samstag 11. 10. 10.00 - 13.00, 15.00 - 18.00, 18.30 - 21.00
Sonntag 12. 10. 10.00 - 13.00. 15.00 - 19.00
Ort: Gablenzgasse 38, 1160 Wien (Nähe Lugnercity, U6 Burggasse) bei Porta Vitae läuten, Innenhof, Außenstiege hinauf.
Kostenbeitrag 150,-, inkludiert ein eigens für dieses Seminar geschriebenes Skriptum
Für Teilnehmerinnen, die von weit her nach Wien kommen, ist es im allgemeinen möglich, privat eine kostenfreie Unterbringung zu organisieren, bitte diesen Wunsch bei Anmeldung bekannt geben.
Anmeldung unbedingt erforderlich, die Anmeldung wird nur durch Überweisung des Kostenbeitrags gültig.
Beschränkte Teilnehmeranzahl, bitte um frühzeitige Anmeldung. Nach telefonischer Rücksprache ist ein paar Tage vor dem Seminar auch eine Vereinbarung zur Barzahlung möglich. Sollte kein Platz mehr frei sein, wird das an dieser Stelle bekannt gegeben.
Kontakt und Konto

Vajravega, der Lehrbeschützer des Kalachakra-Tantra
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